6 Schritte zu deinem persönlichen Gemüse-Anbauplan

6 Schritte zu deinem persönlichen Gemüse-Anbauplan

6 Schritte zu deinem persönlichen Gemüse-Anbauplan

1. Wunschliste erstellen

Überlege dir als erstes, welche Gemüse du gerne anbauen möchstest. Wenn du noch gar keine Idee hast, kannst du dir ein paar einfache Gemüse zum Probieren aussuchen, wie zum Beispiel Radieschen, Karotten, Rhonen oder auch Salat (wenn du nicht zu viele Schnecken hast). Alternativ kannst du auch überlegen, welche Gemüse du gerne einkaufst, und davon einen Teil selbst anbauen.

Wenn du hingegen schon Erfahrung im Anbau von Gemüse hast, machst du es vermutlich eher wie ich: du schreibst eine mehr/ gleich viel/ weniger-Liste. Das heißt, ich überlege mir, von welchen Gemüsen ich zu wenig oder zu viel hatte, und versuche meinen Plan dementsprechend anzupassen. Was natürlich nicht ganz einfach ist, denn es gibt einfach Jahre, da wachsen die Tomaten oder Paprika nicht so gut, dafür hast du Unmengen an Kohlrabi übrig…

Außerdem versuche ich mich gerne an neuen Gemüsesorten oder -arten, sodass ich jedes Jahr ein oder zwei zusätzliche Gemüse ausprobiere – 2021 werden das übrigens Karfiol und Mangold sein.

Christine's GartenGenüsse-Blog

2. Beete festlegen

Als nächstes überlegst du, wo du dein Gemüse anbauen willst. Ich habe dafür in meinem Garten verschiedene Stellen: In unserem Vorgarten am sonnigsten Platz steht das Hochbeet. Die Tomaten stehen in großen Töpfen an der Südwand des Hauses. Eher im Halbschatten habe 2020 noch ein zusätzliches, leicht erhöhtes Beet angelegt. Die Bohnen pflanze ich heuer der Einfachheit halber direkt an den Zaun im Blumenbeet – das bietet auch gleich einen grünen Sichtschutz zu den Nachbarn, über den man sich aber immer noch nett unterhalten kann!

Neu soll 2021 eine Kartoffelpyramide und zwei Kartoffeltürme dazu kommen, denn letztes Jahr haben wir unser eigenen Kartoffeln richtig zu lieben gelernt, weil sie einfach so viel besser geschmeckt haben, noch besser als die vom Bauernmarkt oder aus dem Sauwald.

So hat mein Pflanzplan für Juni 2020 ausgesehen

3. Plan zeichnen

Nein, es geht hier nicht um grafische Meisterwerke. Eigentlich geht es hauptsächlich darum, dass du weißt, wie groß deine einzelnen Beete sind. Denn dann kannst du mit den Angaben auf den Samenpackerl ausrechnen, wie viele Reihen du pro Beet pflanzen kannst.

Der Einfachheit halber habe ich da allerdings ein Standardmaß: Mein Hochbeet teile ich zum Beispiel (durch die Stipfel leicht zu erkennen) in vier Abschnitte. Und in jeden Abschnitt passen 4 Reihen Gemüse. Natürlich braucht die Zucchini viel mehr Platz als eine Reihe Radieschen, aber da ich nie zwei gleiche Reihen nebeneinander pflanze, gleicht sich das meiste schon aus. Und für die Zucchini lasse ich ab dem 3. Monat einfach die Reihe daneben unbepflanzt.

4. Plan mit Gemüse füllen

Jetzt überlegst du: welche Gemüse sind dir am wichtigsten? Welche Gemüse passen in welches Beet? Und was soll deine Hauptfrucht sein?

Ich nehme mir dafür (immer!) Bleistift und Radiergummi. Dann schreibe ich über jedes Beet die Hauptfrüchte, die ich dort ernten möchte. Also jenes Gemüse, das in der wichtigen Zeit zwischen Mai/Juni und September das Beet belegt. Und dann folgt der Blick in die Tabelle: Wer mag mit wem? Wer kann wen gar nicht ausstehen? Und zu welcher Zeit werden diese Gemüse gesät, gepflanzt und geerntet? Das solltest du auf deiner Samenpackung finden. Und gleich auf deinem Plan vermerken. Zucchini Anfang Mai aussäen, Mitte Mai/Anfang Juni bis September im Beet, zuerst eine Reihe breit, dann zwei. Und wenn sich das alles gar nicht ausgeht? Dann musst du eben Kompromisse finden und es selbst probieren.

Danach kommt das Puzzle: Welches Gemüse kann ich in der selben Reihe davor noch anbauen? Welches danach? Das ist richig spannend, denn so kannst du noch viel mehr aus deinen Beeten herausholen: erste Radieschen, Pflücksalat, Spinat – und im Herbst zum Beispiel Vogerlsalat und Knoblauch.

Pflanzplan West-Beet

5. Monatlicher Detail-Plan

Mit den Daten, die du nun zu deinen Gemüsen im Beet vermerkt hast, kannst du einen monatlichen Plan erstellen: So siehst du sofort, was in einem Monat auf deinem Beet steht, was zu pflanzen oder zu ernten ist. Und mit einer zusätzlichen Spalte sogar, was in diesem Monat unter geschützteren Bedingungen vorzuziehen ist.

Pflanzplan West-Beet und Hochbeet März 2021

6. Samen-Einkaufs-Liste erstellen

Wenn du selbst aussäst (so wie ich), ist dann der perfekte Zeitpunkt, eine Liste mit den Samen zu schreiben, die du für deinen Plan brauchst. Wenn eine Sorte Zucchini letztes Jahr nicht so gut geklappt hat, dann probier heuer doch mal eine andere! Denn jeder Garten ist anders, jeder Boden ist anders.

Bevor du einkaufen gehst, solltest du allerdings noch mal nachschauen, welche Samen du noch daheim hast – vielleicht hast du auch so eine große Samenkiste wie ich und kannst dir unmöglich merken, was du noch hast. Behalte auch das Haltbarkeitsdatum im Auge. Wobei es sich hier so verhält wie mit den Lebensmitteln: manches ist lange danach noch gut keimfähig, manches verliert seine Keimfähigkeit schon nach dem ersten Jahr.

PS: Keimtests mache ich übrigens keine, ich streue die Samen lieber gleich in eine Schale mit Erde – so kann ich sie gleich weiterpflegen, wenn sie keimen 😉

Und dann geht’s los!

Was wirst du heuer aussäen und anpflanzen? Ich freue mich auf deine Kommentare!

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